Kognitive Verhaltenstherapie

In der kognitiven Verhaltenstherapie werden problematische Verhaltensweisen oder psychische Symptome auch als Ergebnis von individuellen Lernprozessen gesehen, die zu irgendeinem Zeitpunkt erlernt wurden; der Mensch kann jedoch jederzeit dazu oder umlernen. Das Verhalten bezeichnet Denken, Fühlen, Handeln und körperliche Reaktionen.

Dieses Verhalten war meist in einer anderen Situation hilfreich, wird jetzt aber als störend empfunden und läuft oft automatisch ab.

 

Patienten oder Patientinnen, die eine Psychotherapie aufsuchen, haben häufig einen längeren Entscheidungsweg hinter sich. Oft stellt die Entscheidung, einen Psychotherapeuten oder Psychotherapeutin aufzusuchen, schon ein Teil der Lösung dar.

 

Viele Kinder und Jugendliche haben den Vorteil, dass ihre Eltern und/oder BetreuerIn ihnen bei der Veränderung des Verhaltens helfen können. Jugendliche ab 15 können selbst entscheiden, ob sie dies wünschen. Die Therapie wird individuell auf die Person, ihre Sorgen, die Therapieziele und dem aktuellen wissenschaftlichen Stand angepasst. Vor der Psychotherapie findet in den probatorischen Sitzungen eine ausführliche Diagnostik, sofern diese nicht bereits vorhanden ist, statt.

 

Seit dem Beginn der Verhaltenstherapie hat sich diese Therapieform neuen Methoden geöffnet. So gehören Entspannungstrainings wie etwa Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und imaginative Methoden ebenfalls zur Verhaltenstherapie wie Hypnotherapie und achtsamkeitsorientierte Verfahren. Auch können familiäre Lernprozesse gut durch systemische Verfahren verdeutlicht werden.

 

Traumatische Erfahrungen und Lernsituationen können lange nachwirken. Deshalb bietet die Praxis u. a. EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing nach F. Shapiro) als Methode der Traumabewältigung an.